Marokko 2006 als der große Regen kam
 
 
Marokko 2006
Mit dem Geländewagen

 

Das erste mal in Marokko

Marokko 2006 war meine vierte Tour. Gemeinsam ging es mit 2 Fahrzeuge los. die ganze Tour war 10000KM lang. Es ist mit Tunesien nicht vergleichbar. Eben anders, mehr Gebirge und Landschaft aber dafür weniger Sand.  Die Anreisekosten bis Südspanien über Land sind recht hoch. Die Fähre von Almeria nach Melilla kostet 270 Euro und zurück über Ceuta nach Algeciras kostet 140 Euro. Wir wollten uns im Süden länger aufhalten, aber dort hat uns der große Regen bzw. Sandsturm erwischt. Marokko muss man mal gesehen haben aber auch nicht jedes Jahr. Der folgende Bericht unten wurden von Theo Horsthemke geschrieben.

Reisebericht Marokko 2006

Freitag, 01.09.06 Anreise nach Marokko.

Nach einigen Schwierigkeiten mit der Hauselektrik und dem Wlan vom Laptop konnten wir gegen 8:30 endlich starten. Der Weg ging über die A1 Richtung Köln und anschließen nach Luxemburg, um voll zu tanken. Dijon hieß das nächste Ziel. In dem kleinen Ort fanden wir nach langem Suchen einen schönen Campingplatz für unsere erste Übernachtung, abends wurde lecker gegrillt. Ich weihte wieder mal einen neuen Grill ein, leider.

Beim abendlichen, gemütlichen zusammensitzen wurde der Plan für den nächsten Tag besprochen.

Marokko 2006

 


 

Samstag, 02.09.06

 

Bei gutem Wetter ging es morgens weiter Richtung Süden, genauer gesagt in Richtung Almeria. Wir mussten feststellen, dass der Weg bis dahin doch sehr lang ist.

Wir hatten uns Spanien als Ziel gesetzt. In der Nähe von Roses fanden wir einen Campingplatz, der vollkommen in deutscher Hand war. Der Platz war perfekt, direkt am Strand gelegen. Von mehreren Leuten wurden wir nach unserem Ziel gefragt. Antworteten wir Marokko, schauten die Leute immer etwas sparsam. Wir waren auf dem Campingplatz mit den kleinsten Parzellen, den wir je erlebt hatten. Natürlich haben wir in unseren gut ausgerüsteten Autos immer ruhig geschlafen. Wenn Elke brummte, also war sie zufrieden.


 


 

 

Sonntag, 03.09.06

 

Heute hat das Frühstück mal länger gedauert, wir hatten schließlich Urlaub. Morgens wurde danach noch ausgiebig geduscht und wir sind erst ca. 10:00 Uhr gestartet. Nach einigen km auf der Landstraße sind wir doch wieder auf die teuere Autobahn gefahren und haben ordentlich km gemacht. An diesem Abend lagen noch gut 450km vor uns bis Almeria. Nach einigem Suchen fanden wir in Cullera noch einen Platz für uns. Er war etwas ganz besonders, da terrassenförmig angelegt war. Mittlerweile hatte sich unser Freund Jürgen Zender überraschenderweise per SMS gemeldet. Er wollte mit uns den weiteren Weg Richtung Marokko antreten.

Stopp in Spanien


 

Montag, 04.09.06

 

Der lange Weg nach Almeria.

Gut gestärkt ging es nach dem Frühstück wieder auf die Reise. Es lagen noch 450km bis Almeria vor uns, die Strecke war doch recht lang, wie wir feststellen mussten. In der Nacht hatte uns Jürgen noch überholt, vielleicht war er auch nur früher losgefahren. Im Hafen wollten wir uns treffen. Dies klappte auch sofort. Dann ging die Sucherei nach der besten und günstigsten Fähre los. Nach langem hin und her hatten wir uns dann für die Fähre nach Millia entschieden. Die geplante Abfahrt verschob sich um 45 Minuten auf 17:45Uhr. (Das Schiff war schon ein alter Seelenverkäufer)??. Nach nur 6 Stunden gingen wir dann in Millia an Land. Wo sollten wir jetzt übernachten????? Nach vielen Versuchen einschließlich dem Polizeiparkplatz hatten wir uns um 24:00Uhr auf einen Parkplatz im Hafen niedergelassen. Allen war bei dieser Schlafstätte etwas mulmig. Elke schlief im Beifahrersitz, Dieter hinten im Auto. Theo und Gerlinde sowie Jürgen oben in ihren Autos. Die Nacht war etwas unruhig, wir wurden aber nicht verscheucht.


 




 

Dienstag, 05.09.06

 

Nach kurzer Fahrt von unserer Schlafstätte kamen wir an der marokkanischen Grenze an. Das war ein Erlebnis besonderer Art. Im Fernsehen kann man sich die abgesicherte Grenz nur schwer vorstellen. Die Wirklichkeit übertraf alles. An der Grenze waren die Menschen auf dem Weg von Marokko nach Millia (Spanien) in hunderte Meter lange Gitter gepfercht. Der dort gemachte Schmuggel ist unbeschreiblich. Unsere gesamte Abfertigung lief völlig problemlos. Über Nador ging es dann weiter Richtung Kessita und Taza. Nach längerer Suche fanden wir dann ein schönes Übernachtungsplätzchen. Die Fahrt ging vorher über atemberaubende Serpentinen.

Jetzt sind wir  in Marokko


 


 

Mittwoch, 06.09.06

 

Über Taza ging es in den Jebel-Tazekka Nationalpark. Dies war eine wunderbare Strecke und die schöne Gegend raubte uns den Atem. Wir fanden einen See, der noch in keiner von unseren Karten eingezeichnet war.


Die Anreise nach Fes gestaltete sich etwas komplizierter. Wir konnten den angepeilten Campingplatz zuerst nicht finden. Dank englischsprachiger Hilfe waren wir aber doch noch erfolgreich. Dadurch hatten wir auch sofort für den morgigen Tag einen &xnbsp;Fremdenführer für Fes. Der Campingplatz und das Wetter waren genau nach unserem Geschmack.

Donnerstag, 07.09.06

 

Der Tag in Fes war unbeschreiblich. Die Gerüche kann man leider auf den Bildern nicht wiedergeben. Die normalen Touristen werden zu hunderten mit Bussen zu den Sehenswürdigkeiten gebracht. Die Färber und Gerber haben ein in Fes ein eigenes Viertel. Die Eindrücke des Tages kann man erst am Abend auf dem Campingplatz verarbeiten. Wir hatten wieder den gleichen Platz wie am Tag zuvor.

Färber in Fes


 

Freitag, 08.09.06

 

Weiter Richtung Süden. Der Weg führte uns über Ifrane und Azrou. Dann befuhren wir den kurvigen Weg durch die Berge Richtung Midelt. Kurz davor fanden wir wieder einen tollen Übernachtungsplatz. Dort trafen wir Bekannte vom DLC mit ihren Zebra HZJ. Es waren Peter und Nicoletta. Gleichzeitig fanden sich noch Schweizer mit einem sehr gut erhaltenen HJ61 ein.



 

Wir warteten, damit unsere Damen die Ansichtskarten einwerfen konnten.

 

Samstag, 09.09.06

 

Nach einer etwas lauten Nacht an der Hauptstraße wurde gut gefrühstückt. Danach trennte sich die kleine Gruppe. Jürgen wollte noch bleiben, wir waren ihm zu schnell. Er hatte ja schließlich auch 3 Monate Zeit. Über Midelt ging es weiter &xnbsp;nach Errachidia. Danach über Gouinima zur Todra Schlucht. Diese war unbeschreiblich und kann in Bildern gar nicht so richtig wiedergegeben werden. Nach einigen Suchereien waren wir uns sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Die schlechteste Wegstrecke lag vor uns. Unser höchster Pass sollte 2800 m hoch sein. Der Weg war artgerechte Haltung für unsere Geländewagen. Nach endlosen 38 km bergauf und bergab fanden wir den Campingplatz von Ibraim. Ein tolles Gefühl, dass man hier in 2400 m auf dem höchsten Campingplatz Marokkos übernachten kann.


 

Sonntag, 10.09.06

 

Nach einer kalten Nacht machten wir uns früh um 8:00 Uhr auf den Weg zur Dades Schlucht. Es war aber sehr steinig und felsig. Viel schlechter konnte es nicht mehr werden. Gegenverkehr mit exotisch bepackten Eseln war schon manchmal ein Problem. Man konnte teilweise gar nicht nach unten die Abhänge herunter sehen, ohne dass einem fast schwindelig wurde.

In Richtung Tizi-n-Ouano schraubten wir uns auf 2900 m Höhe hoch. Da qualmte der HZJ aber ganz schön, der PS10 hat einen Turbo, dem ging die Luft so schnell nicht aus. Landschaftlich hatte ich so etwas grandioses noch nicht gesehen. Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir doch noch den Weg durch die Dades Schlucht wieder Richtung Boumaine Dades. Die gesamte Zweitagestour konnte man als sehr gelungen und sehenswert bezeichnen.

Weiter ging es dann noch 50km über Landstrassen nach Tinerhiz zu unserem heutigen Campingplatz. Nach der heutigen sehr staubigen Tour war abends erst einmal duschen angesagt. Unser Abendessen bestand aus Kartoffelpüree mit Putenmedallions, sehr lecker und pompös für eine Wüstentour.

Und weiter gehts



 

Montag, 11.09.06

Nach einer fast schlaflosen Nacht wegen des früh beginnenden Marktes neben dem Campingplatz führte unser Weg weiter Richtung Süden. Erfoud war das nächste Ziel. Hier konnten wir Getränke und Brot kaufen. Der Weg nach Merzouga wurde ab hier wesentlich schlechter.

Wir staunten nicht schlecht, als uns plötzlich ein Pajero EVOII volles Rohr entgegen kam. Hinter einer unscheinbaren Behausung sahen wir plötzlich mehrere LKW mit Red Bull Beschriftung. VW Motorsport testete mit 2 Tuareg für die Dakar. Auch der VW Chef Kriss Nissen wurde gesehen. Carlos Sainz war als Testfahrer dabei. Wir durften uns ruhig umsehen, aber nicht fotografieren. Leider hatte Gerlinde schon einmal abgedrückt und dieses tolle Bild gemacht. Die gesamte Truppe von VW bestand nur aus netten Leuten.

VW beim Training für die WM


Der Tuareg für die Dakar.

Die letzten 16 km wurden dann schon etwas härter. Wir hatten einige Orientierungsprobleme. Dieter wollte in einem fast ausgetrockneten See einsacken.

Immer an den hohen Dünen entlang kamen wir nach einiger Zeit in Merzouga an. Hier herrschte im Mai 2006 ein starkes Unwetter. Das Wasser kam 50cm hoch aus Algerien. Die Folgen waren in dem kleinen Ort immer noch zu sehen. Heute Abend war es noch ca. 35° heiß (19:00Uhr).

Ich musste plötzlich wegen eines Sandsturmes die Schreiberei abbrechen. PC aus, Stühle rein, Dach zu usw. Eine Stunde hatte er uns in seiner Gewalt. Der Sand kam durch alle Ritzen. Wenn man zu zweit im Auto hockt, wird die Zeit verdammt lang. Zu allem Übel fing es dann auch noch an zu regnen. Wir hatten gleich mit 2 Naturgewalten zu kämpfen.



 

Dieter und Elke hatten sich der Liebe (des Wetters) wegen ein Zimmer genommen. Wir verbrachten die Nacht wieder in unserem HZJ. Der Geräuschpegel war wegen einer Hochzeit in der Nähe unseres Campingplatzes sehr hoch. Nachts regnete es ohne Ende. Am anderen Morgen sah es auf dem Lehmcampingplatz schlimm aus. In alle Zimmer waren das Wasser und der Sand wieder hineingelaufen.

Dienstag, 12.09.06

 

Wie gesagt, der Morgen war fürchterlich. Die Leute mussten alles wieder trocknen und aufräumen. Die Lehmhütten fingen an aufzuweichen. Gegen 8:30 Uhr verließen wir unseren Platz&xnbsp; Richtung Zagora. Leider hatten drei keinen Mut, wegen des schlechten Wetters die Piste an der Algerischen Grenze zu nehmen. Also weiter Richtung Rissani. Viele Queds (normalerweise ausgetrocknete Flüsse) führten auch jetzt noch viel Wasser.

Land unter


 

Bis Alnitx ging es über die normale Landstraße. In einem Cafe gab es erst mal 4 Kaffee au late. Danach kam der Abzweig nach El Fecht. Es folgte eine sehr schlechte Strecke. Wir hatten &xnbsp;einige Orientierungsprobleme. Aber auch das meisterten wir ohne Probleme. Der angepeilte Campingplatz in Oum-Jrane war ein Schuss in den berühmten Ofen. Es war keiner da und alles sah beschissen aus. Also ab in die freie Natur. Die Temperatur war um 18:00 Uhr schon wieder 35°. Wir machten uns ein schönes Abendessen mit einem Gläschen Wein und einem schönen Weinbrand.





Das war es, unser wunderbares Plätzchen.

 

Ich muss meinen Tagesbericht von gestern noch etwas ergänzen. Um 20:00 Uhr kam wieder aus dem Nichts der Sandsturm. Alles rette sich. Dieter half ich noch schnell, sein Zelt wieder zusammenbauen. Scheiß Arbeit beim Sandsturm. Gerlinde war es oben im Zelt schlecht geworden, da das Auto so gewackelt hat. Ich schlief wie immer bombig. Ca. gegen 01:00 Uhr fing es duch noch an zu regnen. Ich hatte das gar nicht richtig mitbekommen. Plötzlich sagte Dieter, dass unter meinem Auto schon Wasser steht und immer mehr dazu läuft. Also Dach zu und dann rückwärts auf den nahe liegenden Berg gefahren. Das Unterteil vom Campingtisch und meine Auffahrrampen sah ich noch im Wasser verschwinden. Es hat geschüttet wie die Sau. Um uns stieg das Wasser immer höher und es wurden daraus reißende Flüsse. Bis um 5:00 Uhr regnete es. Geschlafen hatte man daher nicht richtig. Unser erster Übernachtungsplatz war zu diesem Zeitpunkt wenigstens 80 cm tief unter Wasser.

Mittwoch, 13.09.06

 

6:00 Uhr war aufstehen angesagt um die etwas missliche Lage besser beurteilen zu können. Wir standen mit unseren Autos auf einer Insel. Rundherum nur Wasser. Gegen 7:00 Uhr fing es dann plötzlich wieder an zu regnen. Das brachte dann Elkes Stimmung völlig auf den Tiefspunkt. Wir kommen hier nie wieder heraus und werden ertrinken, sagte sie. Wir konnten sie aber wieder beruhigen. Nach ca. 1 Stunde sah die Lage schon etwas besser aus. Man sah, dass die Wasserstände langsam sanken.

Der Tag danach

 


 

Vor dieser Palme hatten wir abends unser Nachtlager aufgeschlagen. Siehe vorheriges Foto. Dank Dieters Warnung flüchteten wir dann schnell auf unsere kleine Insel.

Wir richteten uns eigentlich schon auf eine längere Pause ein. Da kam dann endlich die Sonne heraus. Das Wasser ging auch verhältnismäßig schnell zurück. Aus dem nichts kamen auf einmal mehrere Kinder. Die hatten ihren Spaß an den Fluten. Gegen 10:00 Uhr war es soweit, wir machten uns auf den Rückweg Richtung El-Fecht. Die Strecke bestand aus vielen Wasserdurchfahrten und war wirklich teilweise sehr weich. Es dauerte nicht lange, da saß ich auch schon fest. Dank Dieters Hilfe war ich aber schnell wieder frei. Kurz vor Oum-Jrane kamen uns einige Einheimische entgegen. Sie sagten uns, dass es nach El-Fecht die nächsten Tage nicht geht, weil alles überschwemmt ist. Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder über die Piste nach Merzouga zurück oder über die Piste nach Zagora. Sonst wäre 1-2 Tage Warten angesagt. Mit Hilfe eines einheimischen Führers machten wir uns auf die 80 km nach Zagora. Auch hier gab es noch einige Wasserlöcher zu durchfahren. An einer engen Stelle kam Dieter ein voll beladener LKW entgegen. Wie immer war die obere Ebene für Mitfahrer reserviert. Bei der harten Bremsung purzelte dann einer von oben hinunter in eine Schlammpfütze.

Überall Wasser


In Zagora waren auch noch die Spuren des Unwetters zu sehen. Ein Motorradfahrer auf dem Campingplatz sagte uns, dass sie Dades Schlucht auch total abgesoffen sei und es große Zerstörungen gegeben hätte. Bei einem Kaffee haben wir Abdella aus Köln kennen gelernt. Er hat uns abends auch einen schönen Rotwein besorgt. Dann wurde die morgige Tour mit ihm in den Dünen besprochen.

Donnerstag, 14.09.06

 

Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem guten Frühstück ging es mit Abdellah um 10:00 Uhr Richtung Mhamid in die Dünen. Das ist die letzte Stadt in der Wüste, nach weiteren 80 km kommt dann Algerien. In einer Berberhütte gab es einen guten Tee und ein marokkanisches Mittagessen aus der Tagine.


 


 

Danach retteten wir einen PKW aus de Steinwüste. Er hatte einen Platten und kein richtiges Werkzeug. Danach machten wir eine kleine Dünentour. Ca. 16:00Uhr ging es zurück nach Zagora. Abdellah hat dort auch einen Laden und wollte uns noch alles Mögliche verkaufen. Wir hatten aber schon alles, unser Glück, sein Pech..

Freitag, 15.09.06

 

Nach einem guten Frühstück und Katzenbesuch wurden erst einmal unsere Autos gewaschen, denn die hatten in den letzten Tagen schon ordentlich gelitten. Das nächste Ziel war Quazasarte.


 


 

Jede Wäsche kostete 6€, da konnte man nicht meckern. Die Autos sahen wieder sauber aus. Der weitere Weg führte uns über Agdz nach Ouarzazate. Dieser Ort war mein besonderer Wunsch. Hier macht die Dakar jeder Jahr Station. Der Ort als solches war nichts Besonderes, außer den vielen Filmkulissen, die man für einige Dirham besichtigen konnte. Wir hatten dort eine Kasba besucht und uns einiges von einem Führer erklären lassen. Unser abendlicher Campingplatz war von den hygienischen Bedingungen nicht der Beste, aber wir haben überstanden, auch wenn wir schon bessere hatten. Wir hatten schon mal Bessere. Es war auch ziemlich laut in der Nacht. Also morgens nichts wie weiter nach Agadir.

 

Samstag, 16.09.07

 

Ca. 9:00 Uhr waren wir auf dem Weg nach Agadir. Über herrliche und teilweise grüne Gebirgszüge fuhren wir. Gegen 15:00 Uhr waren wir dann in Tarundant, unserem nächsten geplanten Aufenthaltsort. Hier gefiel uns aber gar nichts und wir fuhren weiter Richtung Agadir. Die Straße war eingefasst von riesigen Orangenplantagen. Hier kommen unsere Weihnachtsorangen (Maroc) her. Einen Campingplatz mussten wir erst einmal in unseren Beschreibungen suchen. Es war ein Neuer in den vor gelagerten Bergen beschrieben. Nach einigem Suchen standen wir vor ihm. Der schönste Platz bis jetzt in ganz Marokko. Er wird von einem französischen Ehepaar geführt. Ein absoluter Geheimtipp.

Hier wollten wir dann die nächsten 2 Tage bleiben.


 


 

Sonntag, 17.09.06

 

Ein herrlicher Morgen in himmlischer Ruhe, Elke hatte heute ihren 49. Geburtstag. Wir besuchten Agdir. Als erstes waren wir im Hafen und hatten uns alte Holzschiffe und deren Fertigung angesehen. Danach waren wir dann im Fischereihafen. Ich glaube, ich wäre mit keinem dieser verkommenen Pötte aufs Meer gefahren. Alles nur Schrottkarren. Der nächste Weg war die Strandpromenade. Hier sah es genauso aus wie in allen anderen Urlaubsorten. Jeder wollte einen zum Essen locken. Ich wollte mir eine Pizza mit Gerlinde teilen, leider heute keine Pizza. Dieter hatte Rinderplatte bestellt und Fisch bekommen, ich bekam dann Spagetti mit Knoblauch und Elkes Ommelet war matschig. Elke meinte, beim Zahlen war die Endsumme falsch. Bei unserem nachrechnen kamen dann noch 10 Dirham mehr heraus, Schicksal.

Der Nachmittag endete sehr ruhig auf unserem Campingplatz am Pool. Vorher hatten wir noch einen Großeinkauf in der Metro gestartet. Hier gab es alles, was das Herz begehrt. An der Kasse wurden wir dann nach der Metro Card gefragt. Oh Mist hatten wir gedacht, alles Eingekaufte ist wieder weg. An der Information gab es dann eine Tageskarte und alles war wieder ok. Abends wurden wir von Elke zum Essen eingeladen. Es gab eine Vorspeise aus Salaten. Das Hauptgericht war eine Hähnchen Keule mit einer süßsaueren Sauce und Zwiebeln mit Zimt, Rosinen und Zucker. Die anderen Zutaten wollte oder konnte man uns nicht sagen. Eine Flasche Rose Wein rundete die ganze Sache ab. Es war alles super lecker!! Zum Nachtisch wurde das Licht ausgemacht und das Personal brachte einen kleinen Kuchen mit 4 Kerzen herein. Dazu sang man Happy Birthday! Elke musste die Kerzen auspusten. Einige Bilder wurden auch gemacht. Der Abend klang mit einem Fläschchen Rotwein aus.

 

Montag, 18.09.06

 

Nach einem guten Frühstück gingen fast alle noch einmal duschen, wer weiß, wann wieder so etwas Gutes kommt.

Dieter hat dann in einem Anfall von Übereifer die tollen Geburtstagsbilder vom gestrigen Abend gelöscht.

Über Tafaoute ging es durch beispielhafte Berglandschaften Richtung Tizinit.



 


 

Von da aus Richtung Aglou-Plage zu einem gut beschriebenen Campingplatz. Leider musste dieser schon einige Zeit geschlossen haben. Es sah aus wie auf einer Müllhalde. Zur selben Minute kamen unsere Bekannten aus Holland wieder vorbei, Peter und Nicoletta, welch ein Zufall. Sie sagten uns, dass der Platz in Tiznit geöffnet hätte. Wir also wieder in die andere Richtung. Der Platz ist nicht gut, aber es ging. Abends noch mit den Holländern zusammen gesessen und etwas geplaudert. Über Katzen konnten wir uns nicht beklagen, die hatten genau wie wir auch Hunger.

 

 

 

 

Dienstag, 19.09.06

 

Nach einem Katerfrühstück (nicht wegen dem Alkohol) wieder nordwärts. Verabschiedet wurden wir wieder von vielen Katzen.


Auf der Küstenstraße ging es weiter Richtung Norden nach Essaouira. In Cap Tafelney machten wir noch einen kleinen Abstecher in einen Fischer Ort. Leider war es hier zu stürmisch für ein Picknick.


 


 

In Essaouira begaben wir uns auf einen Rundgang durch den Hafen und die Innenstadt. Alles sehr interessant. Unser sehr schöner Campingplatz war dann in Ounara.

 

Mittwoch, 20.09.06

 

Wir hatten viel Zeit, da er Trip nach Marrakesch nicht allzu weit ist. Ruhe war morgens angesagt. Leider ging es doch schneller als gedacht, Dieter hatte schon wieder alles zusammengeräumt. Also, auf nach Marrakesch. Ca. 14:00 Uhr kamen wir auf dem als schlecht bezeichneten Campingplatz an. Er war besser als beschrieben. Unsere in Midelt getroffenen Schweizer waren auch da. Kurz darauf waren auch Peter und Nicoletta wieder da. Mit einem Taxi fuhren wir nach Marrakesch. Da ist der Bär los! Nach einem dreistündigen Bummel durch die Souks hatten wir breite Füße. Also raus aus dem Trubel. Im Restaurant auf dem Campingplatz haben wir verschieden zubereitete Tagine gegessen. Es schmeckte alles sehr lecker. Trotz alle dem war Marrakesch für uns damit auch beendet.


 


Frisch gepresster Orangensaft.

 

Donnerstag, 21.09.06

 

Wir verließen Marrakesch Richtung Nord-Osten nach Beni Mellal. Auf dem Weg dahin machten wir einen Abzweig durch die Berge zu einem zu 100% touristisch vermarkteten Wasserfall, dem größten und schönsten in Marokko. Hier kaufte ich für 120DH eine große Tagine. Nach einer wunderbaren Bergüberquerung sahen wir den schönen Stausee. Wir freuten uns schon auf den Campingplatz.

Vor der Staumauer stand ein Schild, „fotografieren“ verboten. Überall Militär. Auf der Staumauer musste Elke natürlich noch schnell ein Bild schießen. Kurz darauf wurde der Santana händeringend angehalten. Der nächste Posten hatte schon die MP im Anschlag. Dank Elkes und Dieters Überredungskünste und das Löschen des Bildes durften sie aber weiterfahren. Danach der besagte Campingplatz. Oh Schreck, er war zu. Also auf zum Nächsten. Der war leider nicht zu finden. Der nächste sollte in Kasba Tadla sein. Auch der war nach vielen Fragen nicht zu finden. Also, da es bereits dunkel war, ab in ein Hotel. In Kasba Tadla waren sie aber der letzte Dreck. Also wieder zurück nach Beni Mellal. Leider waren die guten Hotels wegen einer internationalen Menschenrechts Tagung alle ausgebucht. Jetzt lagen bei einigen langsam die Nerven blank. Mein Vorschlag, den ich Gerlinde schon vorher gemacht hatte, wurde in die Tat umgesetzt. Übernachten auf einer der großen Tankstellen. Gesagt, getan, gut gegessen und einige Gläser Wein getrunken, ab ins Bett. Unsere Zimmer waren diese Nacht aber sehr laut, da sie an der Hauptstraße lagen. Ich schlief aber wie immer trotzdem gut.


 


Unser Frühstück auf der bewachten Tankstelle

 

Freitag, 22.09.06

 

Für einige nicht der beste Morgen. Es war sehr laut und nicht gerade gemütlich an der Tankstelle. Um 7:15 Uhr waren wir auch schon auf dem Weg nach Meknes. Da wir viel Zeit hatten, versuchten wir noch einmal die größte Zeder Marokkos zu finden. Auf dem Weg dort hin konnten wir mehrere Affen beim Fressen bewundern.

Bei den Affen

 


 

Danach der staubige Weg zur Zeder. 100% touristisch vermarktet und vertrocknet. Der Weg dahin lohnt sich wirklich nicht.

Immer wieder interessant sind die unglaublich beladenen Lastwagen.

Verpackungskünstler

 


 

Meknes war bald erreicht und dank eines Waypoints fanden wir auch schnell den Campingplatz. Dann die Enttäuschung. Er war der Schlechteste auf unserer gesamten Tour. Man hat hier alles vergammeln lassen. Abends machten wir noch einen kleinen Bummel in die Stadt.

 

Samstag, 23.09.06

 

Als erstes machten wir in Meknes mit einem Führer eine Stadtbesichtigung bis ca. 13:00Uhr. Der weitere Weg ging nach Moulay Idriss zum so toll beschriebenen Campinglatz. Leider war auch das eine Ruine. Der Platz mußte mal wirklich gut gewesen sein. Leider ist alles vergammelt und Schrott. Keine Dusche funktionierte mehr, obwohl der Sanitärbereich sauber war. Die Nacht war mal wieder sehr laut durch bellende Hunde und so. Beim Abendessen hatten wir entschieden, morgen bis hinter Tetouan zu fahren und da versuchen, einen ordentlichen Campingplatz zu finden.


 


 

Sonntag, 24.09.06

 

Nach dem Debakel mit dem letzten Campingplatz hofften wir nördlich von Tetouan etwas Gutes zu finden. Eine Beschreibung hörte sich nicht schlecht an. Die Überraschung vor Ort war umso schlimmer. Ein maroder Steinplatz und überall mit dicken Steinen belegt. Hier übernachten wir auf keinen Fall, entschieden alle, lieber wieder auf einer Tankstelle, sagte Gerlinde. Weiter zum nächsten, dieser war leider geschlossen. Danach fragten wir noch mehrere Leute und bekamen immer unterschiedliche Antworten. Gerlinde meinte, auf nach Seuta und mit der Fähre nach Algesieras. Da wurde Elke dann etwas nervös und schimpfte, nicht schon wieder so früh zurück. Also, erst einmal billig voll tanken und dann weiter beratschlagen. Die Vernunft siegte und wir fuhren nach Seuta. Just in time kamen wir an und waren die letzten Autos auf dem Cattamaran. Um 17:30 Uhr Europazeit landeten wir in Algesieras. Jetzt einen Campingplatz finden, das war gar nicht ganz so einfach. Nach einigem Fragen sagte man uns, das es im Ort Tarifa einen Campingplatz gibt. Ab jetzt noch 30 km. So langsam wurde es dunkel und die Orientierung immer schwieriger. Ein gut englisch sprechender Spanier gab uns den richtigen Tipp, Rio Jara hieß er. Nichts wie drauf und einen schönen Platz suchen. Siehe da, Elke ging es auch wieder besser. Erst einmal ein das Abendessen und dann schlafen.


 


 

Ein schönes grünes Plätzchen

 

Montag, 25.09.06

Nach ausgiebiger Restauration wie duschen usw. machten wir einen Stadtbummel durch Tarifa. Ein schönes Städtchen. Von einem Aussichtspunkt in der Nähe von Tarifa hatte man einen herrlichen Blick nach Afrika.

Auf der Rückfahrt mussten wir erst einmal einen Lidl besuchen und etwa zum Grillen kaufen. Der leckere Sangria wurde auch mitgenommen. Gemeinsames grillen und Salatbuffet war angesagt. Ich hatte heute mit Nachbar Ferdi gesprochen, dass wir ihn morgen Abend in Torevieja besuchen werden. Wir genossen noch etwas die laue Abendsonne.

 

Dienstag, 26.09.06

 

Der lange Weg Richtung Heimat begann. Erste Station war Toreveija. Alles kappte bestens, leider brauchten wir ca.1 Stunde, um Lahmes bei den vielen Einbahnstraßen zu finden. Sie freuten sich riesig über unseren &xnbsp;Besuch. Cilli hatte Bohnensuppe gemacht, wir wollten alle Schnitzel essen, dass machten wir dann auch noch. Zwischendurch gab es noch einige Weinbrände und Biere. Verabschiedet wurde sich vor dem Haus. Gerlinde musste fahren, da ich zu viel getrunken hatte. Die ewige Suche nach dem Campingplatz begann. Der Erste war zu, der Zweite war voll. Der Dritte war der schlechteste, aber es gab Platz für zwei Autos. Die Nacht war aber mal schön ruhig.

 

Mittwoch 27.09.06

 

Also weiter Richtung Norden. Roses im Norden Spaniens wurde als Ziel ausgesucht. Der erste Campingplatz war wie immer geschlossen. Nach Aussagen anderer Suchender sind um diese Zeit die meisten Plätze zu. Der Aquarius war aber doch offen ein riesiger Campingplatz.



 

Nach einem guten Essen ging es ab ins Bett. Elke hat riesige Probleme mit einigen Stichen(keiner wusste was es war) und Ihrem Hexenschuß. Sie wusste nicht, was sie zuerst einreiben sollte. Es gab also immer viel zu lachen.

 

Donnerstag, 28.09.06

 

Es gab nichts zu schreiben. Die Autobahngebühren waren in Frankreich schon mal etwas sonderbar. Dieter bezahlte 22,60€, ich musste 32,60€ bezahlen. Obwohl ich protestierte, war nichts zu machen.

Abends hatten wir den gleichen Campingplatz in Frankreich wie auf dem Hinweg. Man erkannte uns und unsere Autos wieder. Ahlers hatten in dieser Nacht einen Mitschläfer in ihrem Auto.

Wo kam die denn her....

 


 

Ahlers Mieze

Freitag, 29.09.06

 

Herbstnebel in Frankreich, da konnte uns die Mieze nicht verfolgen.

Europa Wetter

 


 

Danach ging es weiter Richtung Luxemburg. Hier konnten wir noch einmal für 0,84€ pro Liter günstig voll tanken. Jetzt waren es nur noch 300 km bis zu Hause. 17:30 Uhr waren wir nach 10.000 km wieder gesund in Beckum.

 

Teilnehmer:

Theo und Gerlinde Horsthemke, Dieter und Elke Ahlers.