Im Sommer 2011 mit dem Wohnmobil  zu den Lofoten


 
Lofoten 2011
7000 KM durch 3 Länder
 
 

Im hohen Norden

Eins vorab, es war für mich die beeindruckenste Reise bisher. Der Streckenverlauf ist auf der Übersichtskarte zu erkennen. Wenn man  das Glück hat fast nur Sonnentage zu erleben, ist das ein zusätzlicher Garant. Die so oft bemängelten hohen Preise  haben uns nicht so sehr belastet weil man (fast) alles dabei hat. Die bisherigen Zwischenstopps waren Fehmarn, Varberg (Schweden) und am dritten Tag waren wir schon hier. Für mich fing  die Natur erst  jetzt an. Ab hier ist man auf der E45 und es geht immer gerade aus. Ab hier wird der Autoverkehr deutlich weniger. Es ist für mich sehr beeindruckend wenn einige Stunden lang kein Auto entgegen kommt. Am vierten Tag unserer Anreise waren wir schon in Lappland. Auch wenn man im Gegensatz zu Norwegen in Schweden manchmal 100 km/h fahren darf, rate ich davon ab. Mir ist es selbst passiert das eine Elchkuh mit ihren Jungen plötzlich aus dem Busch kamen. Nach der Vollbremsung bekam ich das Wohnmobil so ca. 1 Meter vor dem Elch zu stehen. In der Bildergalerie ist nur noch die Flucht vor uns auf den Fotos zu sehen. Es hat einfach zu lange gedauert bis der Fotoapparat griffbereit war. Auf der E45 ging es jetzt weiter über die norwegische Grenze nach Rognan. Bis hierher waren es von uns aus genau 2382 KM bis zum 6. Zwischenstopp. Norwegen empfing uns erstmal mit schlechtem Wetter. Wir fuhren weiter an Narvik vorbei bis nach Öyjord. Eine Woche Anreise bis zu den Lofoten ist ohne Stress möglich. Das Wetter stabilisierte sich wieder je näher den Lofoten kamen. Es ist schon erstaunlich wie viele Wohnmobile hier oben sind. In Andenes  (mein Ziel) angekommen haben wir direkt in den Dünen auf einem CP gestanden. Da die Sonne schien, sah es hier aus wie in der Südsee, blaues Wasser, weißer Strand. Mehrere Tage verbrachten  wir noch auf den Lofoten bzw. Vesteralen. Hier oben ist es möglich nachts Zeitung zu lesen. Ich staunte nicht schlecht als jemand nachts um 3 Uhr zum Surfen ging. In der Bildergalerie sind einige Fotos, die ein bisschen dunkler sind. Die sind von meiner Frau mitten in der Nacht gemacht worden.
Als Rückreiseweg hatten wir die Küstenstraße (Kirkevejen) von Norwegen gewählt. Das haben wir in Internet gelesen dass es dort besonders schön sein soll. Es kann vorkommen, das man mehrmals am Tage auf einer Fähre ist. Ab Fauskewaren wir leider schon auf dem Rückweg. Nach zwei Tagen hatten wir genug von der Küstenstraße gesehen. Ab jetzt wurden uns die Fähre-Überfahrten zu viel, und die Etappen auf dem Wasser zu groß . und sind weiter im Landesinneren zum Geirangerfjord gefahren. Dort lagen gerade 4 Kreuzfahrtschiffe. Auf dem CP-Platz direkt am Wasser konnten wir beobachten wie hunderte (vielleicht auch tausende) Menschen mit kleinen Booten ans Festland gekarrt wurden. Außer einem Andenkenladen und einem Hot-Dog Laden ist da nicht viel. Stavanger, Bergen Preikestolen usw. kannten wir ja schon und konnten diese Ziele auslassen. Es ging weiter über Sogndal in Richtung Heimat. In Fagenes waren wir dann zwei Tage weil es mit der Rückreise besser lief als erwartet. Hier waren wir auf einem CP-Platz, der direkt neben einem Freilicht-Museum lag. Jetzt ging es leider schon weiter in Richtung Schweden. In Äsa machten wir noch ein weitern Zwischenstopp bevor es über die Öresundbrücke in Richtung nach Fehmarn und weiter nach Deutschland ging.

Es ist also möglich in 3 Wochen diesen Tripp zu machen ohne das Hektik auf kommt. Das dieser Urlaub nicht ganz preiswert war, wußten wir schon vorher. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.